Krisensignale

Ich glaube, die Finanzkrise hat jetzt die Realwirtschaft erreicht. Zumindest die Realwirtschaft, die mit mir in einem Austausch steht.

Gestern hatte ich, was eigentlich schlimm genug ist, Feiertagsdienst, und habe angesichts der an solchen Tagen grundsätzlich geschlossenen Kantine, was schlimmer ist, die Entscheidung gefällt, abends mal kurz zu Burger King zu fahren, was wirklich schlimm ist. Doch als ich zurück in der Redaktion die Tüte ausgepackt habe, stellte ich fest, dass das Mädel die fachkundige Fast-Food-Verkäuferin “vergessen” hat, mir meine Chicken Nuggtes einzupacken. Bezahlen durfte ich sie aber. Mist.

Und heute in meinem “Extra”, der jüngst von Rewe übernommen wurde und seitdem ohnehin über ein extrem ausgedünntes Sortiment (so fehlt meine Lieblings-Tiefkühlpizza mit Käse im Rand) verfügt, gab es weder Mousse au Chocolat noch Tiramisu noch sonstwas leckeres nachtischmäßiges. Mein geliebtes Nam-Aufbackbrot war alle. Und außerdem gibt es dort eine akute Einkaufswagenkrise, weil das Sortiment (wieder einmal) geklaut worden ist und - Achtung, Krisensignal! - der Lieferant Lieferprobleme hat und damit nur noch ein “Ant” ist.

Vielleicht sollte ich doch mal am Montag mein Geld vom Konto holen und Waren einkaufen, die man für künftige Tauschgeschäfte gebrauchen könnte, wenn die Wirtschaft völlig zusammengebrochen ist. Oder ich kaufe damit hübsche Muscheln und bunte Glasperlen, das dürften nach dem Ende des Dollar-Euro-Zeitalters ja wohl die Währungen der Zukunft sein.

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