Kompetenzverlust

Mit der Kompetenz ist das ja so eine Sache. Die vom neuen Bundeswirtschaftsminister wurde ja durchaus angezweifelt - aber er hat ja neben seinen Jahren im Bundestag und einem Jura-Studium auch darauf verwiesen, dass er “wirtschaftspolitische Erfahrungen” gesammelt habe, “als er das Unternehmen seiner Familie geleitet” hat.

Nur… vielleicht war alles ganz anders. Das NRD-Medienmagazin “Zapp” behauptet das zumindest:

Der neue Bundeswirtschaftsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg hat entgegen wiederholter Presseberichte offenbar niemals ein mittelständisches Unternehmen geführt, sondern war lediglich in einem Drei-Mann-Büro zur Verwaltung des eigenen Familienvermögens tätig. Das ist das Ergebnis von Recherchen des NDR-Medienmagazins “Zapp” zur Wirtschaftskompetenz des 37-jährigen Ministers, der am Dienstag ernannt worden war. (…) Ausweislich der Auskunftei “Creditreform” trat Karl-Theodor zu Guttenberg in der Münchener Guttenberg GmbH in Erscheinung. Sie hatte “ca. drei Beschäftigte”, hatte den Unternehmenszweck “Verwaltung eigenen Vermögens” und wurde 2004 aufgelöst.

Aber vermutlich wird Herr von Guttenberg sagen, dass in Zeiten der Krise auch ein Drei-Personen-Unternehmen gar nicht so schlecht sei und sich Erfahrungen im Kleinen gerade in solchen Umbruchphasen auch perfekt auf das Große übertragen lassen.

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