Internet von gestern

Es gibt Ferienhaussiedlungen, da gibt es kabelloses Internet. Das ist prima für Menschen, die Urlaub vom Internet nicht unbedingt erstrebenswert finden. Insofern wäre das eine gute Nachricht.

Die schlechte Nachricht: Der mir bis dato völlig unbekannte Anbieter heißt Skybites - und man möchte nicht in den Himmel, sondern dauernd in die Tischkante beißen. Denn das Netz ist zwar vorhanden, leidlich stabil und auch nicht maßlos, allenfalls ein bisschen überteuert, aber… man muss sich jedesmal über einen Webzugang anmelden. Das heißt, wenn man eine Internetseite aufrufen will, kommt beim ersten Mal eine Skybite-Seite, fragt nach Benutzername und “Wachtwort” und leitet dann zur eigentlichen Seite weiter. Oder sagt “technical error”, dann geht das Spiel von vorne los. Oder fragt mal so mittendrin, beim Surfen, ob man sein Passwort noch weiß. Und den kryptischen Benutzernamen.

Bei Skybite weiß man offenbar nicht, dass es mehr als Web gibt. Zum Beispiel Email ohne Web. Um die zu nutzen, muss man vorher also irgendeine Website aufrufen, damit der Zugang freigeschaltet ist.

Noch schlimmer aber: Bei Skybite weiß man offenbar nicht, dass es auch Smartphones gibt, mit denen die zahlende Kundschaft gerne mal ins Netz möchte. Zum Beispiel mit meinem Android-Handy G1. Um dann Emails abrufen zu können, muss ich also vorher in den Browser wechseln, irgendeine Seite anfordern, die mobilunfreundliche Seite ansurfen, dämliche Zeichen- und Ziffernfolge eintippen … und dann geht es. Vielleicht. Oder es kommt der technische Fehler (s.o.) und alles nochmal von vorne.

Nächstes Mal suche ich mir einen günstigen niederländischen Datentarif-Anbieter auf Prepaid-Basis, sowas wie Fonic Niederlande. Das wird es ja wohl hoffentlich geben. Und mache einen Bogen um Skybites - und ihre Netzgängelung anno 1998.

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#Gängelung #Internet #Skybites
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