HTML5 killed the App Star

Jeden Tag eine neue Meldung, welche Zeitung eine iPad-Version herausgebracht hat. Ob die Oberhessische Presse, die Berliner Morgenpost oder heute “Bild” (wobei Springer den iPad-Nutzern gleich noch den Zugang zur normalen Website sperrt, wie man liest). Und in etlichen Verlagen mehr dürfte fieberhaft daran gearbeitet werden, bei den App-Festspielen dabei zu sein.

Dabei wird gerne vergessen, dass sich das iPad zwar für technische Geräte verkauft wie geschnitten Brot, aber die Durchdringung der Gesamtbevölkerung eher gering ist und der Massenmarkt womöglich in Kürze mit Geräten von zahlreichen Herstellern wie Samsung, Acer, Toshiba & Co. auf Android-Basis aufgemischt wird. Einfach weil es ein breiteres Angebot auch zu deutlich niedrigeren Preisen als bei Apple geben wird. Und dann werden neue Apps fällig, neue Abo-Modelle etc.

Vor allem aber: Vielleicht braucht man bald gar keine Apps mehr, um Webinhalte komfortabel zu durchsurfen und auch mitnehmen zu können, so dass man sie ohne Datenverbindung weiter nutzen kann. Der Grund dafür heißt HTML5 - und Google (wer sonst) hat gestern bei der Vorstellung seines Betriebssystems Chrome OS und der neuesten Version des Browsers Chrome (blöde Namensgleichheit, übrigens) gezeigt, was darin steckt.

Eine Website wie diese der “New York Times”, die man mit modernen Browsern anschauen kann, vermittelt bereits den Eindruck, das Look&Feel;, einer App. Aber sie funktioniert auf allen Geräten. Egal ob Desktop PC, Notebook, Smartphone, Pad oder Tab. Keine unsympathische Vision.

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