Von wegen geplante Oboleszenz

Bis vor drei Wochen hatte ich den Ausdruck “geplante Oboleszenz” noch nie gehört. Dann wurde er ja geradezu ein (kurzzeitiges) Medien-Hype-Thema. Die Idee bzw. der Vorwurf dahinter: Elektronische Geräte werden so konstruiert, dass sie kurz nach Ablauf der Garantiezeit kaputt gehen.

Das wird möglich entweder durch den Einbau minderwertiger Teile an zentralen Stellen oder sogar mittels Software, die nach einer bestimmten Nutzungsmenge Fehler generiert. Sagt man.

Ich muss sagen: Ich kann da gerade nicht klagen.

Wir haben hier im Haushalt auch einen HP Notebook. Er wurde jetzt unerträglich langsam, was aber wohl eher an Windows als an der Hardware lag. Nach einem Rücksetzen in den Auslieferungszustand (yeah, hätte nie gedacht, dass ich mal so eine Recovery Partition nutzen würde) ist jetzt wieder alles prima.

Auf dem Desktop fand sich dann plötzlich AOL 9.0. WLAN kennt weder WPA noch WPA2 und muss dazu erstmal mit einem Windows XP Servicepack 3 (auf CD, man kommt ja nicht ins Internet) überredet werden. Und der Windows-Updater gab irgendwann die Info, das Update sei heruntergeladen, die “Verbindung zum Internet kann jetzt getrennt werden”. Ach ja, stimmt. AOL, da war doch was. Und es gab eine Zeit, in der man nicht always online war. Vergisst man ja manchmal.

Die Software zur Systemzurücksetzung hatte übrigens das Erstellungsdatum 2006. Und funktioniert tadellos.

Tags
#Geplante Oboleszenz #HP #Notebook #Windows XP
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