Das elektronische Buch

Ich bin ein Freund elektronischer Gadgets, wie in diesem Blog inzwischen durchaus deutlich geworden sein dürfte. Bei meinem Sohn bin ich da eher zurückhaltend. Ja, er darf mit mir zusammen das Tablet für bestimmte Dinge nutzen, aber elektronisches Spielzeug finde ich, zumindest für Kleinere, meist überflüssig. Eine Ausnahme stellt für mich der tiptoi von Ravensburger dar.

tiptoi

Die Idee: Man kauft einmal einen dicken, knubbeligen orangen Stift. Auf ihn kann man aus dem Internet kostenlos Sprachdateien für tiptoi-Bücher herunterladen. Die gedruckten Bücher muss man gesondert kaufen. Dann kann man sich mit dem Stift zum Beispiel die Abläufe auf einem Flughafen “vorlesen” lassen. Wobei eben nicht wie bei einem Hörbuch etwas linear vorgelesen wird, sondern das Kind kann die Bilder selbst erkunden.

Es gibt Geräusche von startenden Flugzeugen, quengelnde Kinder, die Geschichte der Frau, die verschlafen hat und jetzt zum Flughafen hetzen muss - alles hüsbsch gemacht. Beim “Bauernhof”-Buch muss man Tiergeräusche erkennen und das jeweilige Tier dann antippen, im Flughafen spielt der Stift “ich sehe was, was Du nicht siehst” mit dem Kind. Das Ganze funktioniert wohl so, dass im Stift vorne eine Kamera integriert ist und auf den Buchseiten unsichtbare Muster, die durch die Kamera erkannt werden. Das geht ziemlich zuverlässig.

Eine wirklich tolle Sache. Nur fehlt häufig etwas die Abwechslung, es gibt ca. 10 verschiedene Rätsel bei den Spielen, die dann jeweils in neuer Reihenfolge abgefragt werden. Etwas mehr Aufwand hätte der Nutzungsdauer der Geschichten gut getan.

Und noch ein Manko: Manchmal sind die Erklärungen bzw. die gesprochenen Texte so ganz und gar nicht kindgerecht. Da ist plötzlich und unvermittelt von “Befeuerung der Landebahn” die Rede oder ähnlichem. Da wäre eine Überarbeitung nicht schlecht.

Tags
#Buch #Elektronisches Buch #Kinder #tiptoi
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