Ich weiß, was ich letzten Sommer gemacht habe

Datenschutz ist ja aktuell ein großes Thema. Viele würden schon gerne wissen, was Geheimdienste wie die NSA denn nun so genau speichern, von wem, wo und in welchem Umfang. Wissen die wirklich, wo jeder einzelne, sagen wir mal: gestern, war? Wann genau? Und wie lange?

Vermutlich werden wir das nicht so bald erfahren. Aber sicher ist: Google weiß das über viele von uns. Über alle, die die sogenannte Locationhistory eingeschaltet haben. Das Schöne ist aber: Google zeigt uns das ganz offen. Und das ist ebenso faszinierend wie ein bisschen spooky.

Unter https://maps.google.com/locationhistory bekommt jeder Nutzer die Übersicht von sich selbst. Und da sehe ich zum Beispiel, was ich am Donnerstag gemacht habe:

Typischer Arbeitstag

So sieht ein typischer Arbeitstag aus. Google weiß, wann ich wo war. Welche Wege ich zurücklege. Daraus wird u.a. für Google Now herausgefiltert, was für mich interessant sein könnte. Verkehrsbehinderungen auf meinem typischen Arbeitsweg, Orte, die ich häufig aufsuche etc.

Das geht auch für Ereignisse, die schon etwas zurückliegen. Etwa die Rückreise aus unserem Urlaub Ende September mit einem Abstecher in Hamburg, als wir uns mit Freunden getroffen haben.

Rückfahrt über Hamburg

Und was nützt einem das? Wie hieß nochmal der Park, an dem das nette Café war? Ich weiß, es war gegen 12.30 Uhr - also klicke ich auf dem Zeitstrahl unten die Zeit an und sehe, wo ich genau dann war.

Am Hammer Park

Wem das zu viel ist, der kann die Locationhistory übrigens auf seinem Handy ausschalten, und zwar bei den Einstellungen von Google Now.

Tags
#Überwachung #Google Now #Tracking
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