Storchenkrise

Als ich heute Abend nach Hause gekommen bin, habe ich einen Blick in die Zeitung geworfen. Also eher: Auf die Zeitung. Und über die Schlagzeile war ich so, hmmm, verwundert, dass ich gleich mal twittern musste:

Wenn man die Zeitung erst abends anschaut, entgehen einem ja die wichtigsten News. #fb pic.twitter.com/fwwSA1v0Yd

– Andreas Streim (@astreim) November 11, 2013

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Glaubt man’s oder glaubt man’s nicht, nach dem ersten Erschrecken der ersten Überraschung musste ich dann doch unbedingt den Text lesen.

Aha.

Und dann kommt eine Rechnung, die mich Storchenlaien ratlos zurücklässt - und ich hoffe hier auf die Weisheit des Internets in den Kommentaren. Es geht weiter:

Storchenschützer gehen davon aus, dass die Jungenanzahl in Brandenburg weit unter dem Wert Zwei liegt. Zwei bedeutet, dass sämtliche Brutpaare in Brandenburg im Durchschnitt zwei Junge zur Reife gebracht haben. Das ist die Anzahl die nötig ist, um den Bestand einer Population zu halten. Bringen die Paare nur ein Junges durch, schrumpft der Bestand.

Moment mal… Brüten Störche nur ein mal im Leben? Oder werden sie nur 1 Jahr alt? Dann würde für mich die Rechnung aufgehen. Aber wenn Störche, wie Wikipedia behauptet, älter als 20 Jahre werden, und mehrfach brüten (dazu schweigt sich die Wikipedia aus), dann kann doch das Paar in diesem Jahr ein Jungtier haben, im nächsten noch eins und 2015 dann ein weiteres (oder zwei oder drei). Und dann würde die Population weiter wachsen.

Jetzt bin ich ein bisschen ratlos. Bilde mich am Abend über die Storchenkrise weiter, aber am Ende bleiben nur Fragen und es gibt - zumindest darauf - keine Antworten.

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