Böse Start-ups, gute Taxis

Uber, Wundercar & Co. mischen in einigen deutschen Großstädten den Mobilitätsmarkt auf. Limousine per App bestellen oder gar Privatfahrer, die nur nebenbei jemanden auf der Strecke mitnehmen - das passt nicht nur dem etablierten Taxigewerbe nicht. Und da werden auch schnell Vorwürfe laut: Ungehung geltenden Rechts wie Versicherungspflicht und Personenbeförderungsschein, Ausbeutung von Fahrern mit dubiosen Verträgen und so weiter und so fort.

Kurz: Böse Start-ups greifen unser solides und erfolgreiches Taxt-Gewerbe an. Gute Fahrer, gute Jobs, gute Qualität. Da spielt auch keine Rolle, dass die Kunden zumindest in beachtlicher Zahl nix gegen neue Angebote einzuwenden hätten.

Dumm nur, dass das nicht alle so sehen. Zum Beispiel der Vorsitzende des Taxiverbands Berlin Brandenburg, Detlev Freutel. Der hat dem “Taggespiegel” gesagt, “an die 3000 Taxen in Berlin fahren schwarz”. Die Fahrer kassieren Leistungen vom Arbeitsamt und veweigern so z.B. den Kunden Kartenzahlungen, damit die Fahrten gar nicht erst dokumentiert werden.

Und der “Tagesspiegel” zitiert Freutel:

“Wir haben nicht zu wenig Taxis, aber zu wenig gute”, sagte Freutel. “Als es noch ein Monopol gab, hat sich keiner darum geschert, was die Kunden wollen.“

Zumindest funktioniert die Rollenverteilung Good Guy - Bad Guy offenbar doch nicht ganz so einfach, wie das mancher gerne hätte.

Tags
#Start-up #Startup #Taxi #Uber #Wundercar
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