Mein erstes Twitter Ad

Ich bin ja ein großer Anhänger der Theorie, dass man Dinge, die man beim ersten Durchlesen nicht versteht, doch einfach mal ausprobieren sollte. Genau aus dem Grund habe ich gestern Abend mal ein Twitter Ad geschaltet.

Vorab: Ich finde schon die Seite analytics.twitter.com grandios - so viele Insights zum “Erfolg” des eigenen Twitters so schön aufgemacht, chapeau! Ein bisschen ernüchternd daran fand ich allerdings, dass von den 620 plus X Followern eigentlich immer nur so 40 bis 60 den eigenen Tweet überhaupt zu Gesicht bekommen. Klar, kein Wunder, durch die eigene Timeline scrollt so viel Inhalt am Tag und da kaum jemand 24 Stunden mitliest, rutscht einfach viel ungesehen durch. Noch ernüchternder war, dass die Interakationsrate immer so bei 1 Prozent liegt, d.h. praktisch niemand klickt Links an, liked einen Tweet oder Retweetet ihn.

Aber dem kann man jetzt, gegen Geld, ja zumindest ein bisschen mit Twitter Ads abhelfen. Ich habe dazu einen Tweet geschrieben, der auf eine aktuelle Presseinformation meines Arbeitgebers BITKOM verweist.

Handy in der #Schule - für viele Schüler mehr als nur Chillen und Chatten. http://t.co/zzo8h83aHI pic.twitter.com/OiflfWqgwn

– Andreas Streim (@astreim) 17. Februar 2015

Und dann habe ich eine Ad-Kampagne gestartet, deren Ziel “Websiteklicks oder Conversions” war. Angezeigt zu den Schlüsselwörtern Schule, Bildung und Jugend an Nutzer in Deutschland. Und dann habe ich die Kampagne für zwei Tage mit jeweils maximal 5 Euro Einsatz gestartet.

Das Ergebnis?

Der gesponserte Tweet hat 2.790 Impressionen erreicht und 333 (zu bezahlende Interaktionen) wie Anklicken der angehängten Grafik, Klick auf den Link zur Pressemitteilung oder favorisieren des Tweets oder Retweeten. Gleichzeit hat der Tweet über diese Interaktionen, also vermutlich die Retweets, auch als nicht-gesponsorter Tweet deutlich mehr Leser erreicht als das bei mir gemeinhin der Fall ist. Insgesamt 1.065 Impressionen und 69 Interaktionen für den Tweet sind die Folge - eine Interaktionsrate von 6,5 Prozent, die ebenfalls deutlich über meinen üblichen Werten liegt.

twitterad_ergebnis

Was aber mindestens ebenso interessant für mich ist: So eine Kampagne macht einfach Spaß. Die Einrichtung ist einfach und gut erklärt - und die Tools, um sich den Erfolg anzusehen, funktionieren einfach prima. Aber wahrscheinlich bin ich nur deshalb ein bisschen begeistert, weil ich Visualisierung von Daten grundsätzlich einfach klasse finde.

Tags
#Twitter #Twitter Ad #Werbung
Auch interessant
Nächster Beitrag
Vorheriger Beitrag