Ihr ohne Twitter tut mir leid

Gestern war dieses Musikspektakel im Fernsehen. Eurovision Song Contest. Anscheinend war die Quote ja nicht so dolle, aber allein in Deutschland haben 8 Millionen Leute zugeschaut. Und die tun mir echt leid. Also die, die das geschaut haben, ohne nebenbei Twitter zu lesen.

Twitter führt ja hierzulande immer noch ein, für mich völlig unverständliches Nischnedasein. Wenn man sagt, man twittert oder liest auf Twitter erntet man allzu oft fragende Blicke oder hochgezogene Augenbraue. Facebook, ja. Xing oder LinkedIn, wenn’s sein muss. Aber Twitter? Kenn ich nicht. Bringt mir nix. Brauch ich nicht.

Dabei kann schon an normalen Tagen der morgendliche Blick über die inzwischen ja gut eingerichtete eigene Timeline die Durchsicht mehrerer Tageszeitungen und Newsletter ersetzen. Zumindest in bestimmten Themenbereichen weiß man danach, ob und wenn ja was los ist. Und nicht selten das, was übermorgen dann in der gedruckten Qualitätspresse als große Geschichte steht.

Aber an Abenden wie dem ESC frage ich mich nicht nur, warum man sowas anschaut, wenn man nicht gleichzeitig Twitter liest, ich frage mich vor allem, wie man das dann aushält. Twitter bringt es auf den Punkt, was der Moderator sich gar nicht mehr zu sagen traut. Twitter ist lustig. Und Twitter ist nicht zuletzt auch intelligent.

Gundel Gaukeley singt! #esc #donaldistentweet #entenhausen

– Daniel Bröckerhoff (@doktordab) May 23, 2015

Winter is coming #ESC2015 #GEO pic.twitter.com/XaRKnYhOQW

– Jakob Wais (@ich_Wais) May 23, 2015

What part of “vote for Britain” wasn’t clear, Australia?! #Eurovision2015

– Elizabeth Windsor (@Queen_UK) May 23, 2015

when you realise you forgot to put a shirt on pic.twitter.com/WVtckTYKpI

– shan (@niaIllz) May 23, 2015

“Rüssi”. Klingt gar nicht mehr so böse. #esc2015

– mina (@lasersushi) May 23, 2015

Who designed this? It looks like a series of intercontinental ballistic missile strikes. #Eurovision pic.twitter.com/Pm8e3KZKWW

– Peter Anghelides (@anghelides) May 23, 2015

Nee, ganz ehrlich, wer das und die mindestens 397 weiteren lustigen und/oder geistreichen Bemerkungen nicht nenbei lesen konnte oder wollte, der tut mir leid.

Tags
#ESC2015 #Fernsehen #Second Screen #Twitter
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