228=444

Ich schreibe ja hier nicht allzu viel über die Familie und die Kinder, aus Gründen. Aber gestern war ich dann doch ziemlich baff. Sohn1 (noch nicht ganz 6) hat im Moment so einen Mathe-Flash. Es muss ständig gerechnet werden, Aufgaben gestellt, addieren, subtrahieren. Hauptsache Zahlen.

Eine schöne Beschäftigung ist es, beim Spazierengehen durch die Stadt Autokennzeichen zu addieren. Also wenn da das Auto A-BC 749 steht, dann heißt es “7 plus 4 plus 9 ist 21”. Oder DE-F 10. “Das ist einfach. 1 plus 0 ist 1.” Damit kann man sich schon die Zeit vertreiben. Auch unser eigenes Kennzeichen B-XX 228 wurde schon oft durchgerechnet, klar.

Gestern also auf dem Weg zur Kita steht da ein Auto. GH-IJ 444. Und Sohnemann mit einem Blick? “Schau mal Papa, wie unser Kennzeichen. Wie unser Kennzeichen? Papa wundert sich. Kommt aus einer anderen Stadt. Völlig andere Buchstaben. Und, naja 228 und 444 sehen für mich jetzt nicht so ähnlich aus. Mein Zögern und meine fehlende Begeisterung führen zu einem leicht genervten: “Ist doch wie unser Kennzeichen. Siehst Du das nicht?”

Ehrlich gesagt, nein. “Na, bei uns 12 und das sind auch 12.” 2+2+8=4+4+4.

Die Welt kann so einfach sein, wenn man mit dem richtigen Blick durch sie hindurch geht. Oder so kompliziert, wenn man die einfachen Dinge gar nicht mehr sieht, wie Papa.

Tags
#Eltern #Kennzeichen #Kinder #Mathe #Rechnen
Auch interessant
Nächster Beitrag
Vorheriger Beitrag