Geschädigt

Es gab mal eine Zeit, da wurde Deutschland für seine exzellente Infrastruktur bewundert, ja vielleicht sogar beneidet. Für brettglatte Straßen, pünktliche Züge, monumentale Brücken. Und Heute? Abgesehen davon, dass hohe Internetbandbreiten mehr imponieren als gewichtige Stahlträger und wir die Bahn Hartmut Mehdorn anvertraut haben?

Infrastruktur wird nur noch als Kostenfaktor gesehen. Huch? Da ist was kaputt? Mach mal Farbe drüber, bevor jemand was merkt. Unsere Kinder werden uns dafür hassen, wenn sie mal die Rechnung präsentiert bekommen. Naja, wobei ihnen das vielleicht schon egal ist wenn sie mal verstehen, wie das mit den Pensionen funktioniert. Aber das ist eine andere Geschichte.

Schön plastisch kann man das mit der Infrastruktur sehen, wenn man bei uns zuhause um den Block geht. Da hängt - wirklich - an jeder Ecke so ein Schild:

image

Jetzt sind Fußwege sicher nicht kritisch für den Standort Deutschland. Aber irgendwer muss ja erkannt haben, dass es da ein Problem gibt. Und dass man da was tun muss, und sei es nur aus vetsicherungstechnischen Gründen.

Aber was wird getan? Nicht etwa ein bisschen repariert, in den 25 Jahren seit der Wende. Es werden Schilder aufgehängt. Wenn das Schule machen würde, klebte bald auf Autos der Zettel, kann ein paar Elektronikorobleme haben, auf den Arzneimitteln der Hinweis, kann leicht verunreinigt sein, und auf die Zeitung wird geschrieben, mit sachlichen Fehlern und Rechtschreibschwäche. Und alle sind aus dem Scheider. Wie die Infrastrukturentscheider.

Nächster Beitrag
Vorheriger Beitrag