Twitter verstehen (Folge 23)

Manchmal schwemmt es komische Sachen in die eigene Timeline bei Twitter. Zum Beispiel solche automatisch erzeugten Tweets von irgendwelchen Tools:

Twittergejammere

I’ve been following you for a while but you don’t follow me back. (Found out with Tweepdash.com)

Ja, was soll man dazu sagen? Stimmt. Und das ist ungefähr so schlau wie morgens zum Zeitungskiosk zu gehen und dem Verkäufer dort mitzuteilen “Ich kaufe jetzt seit sechs Wochen jeden Tag diese Zeitung hier bei Ihnen, aber Sie sind noch nie zu mir gekommen und haben einen meiner selbstgeschriebenen und eigenverlegten Gedichtbände erstanden. Und auch niemand vom Verlag dieser Zeitung.”

Bei Twitter folgt man Leuten, weil man an deren Informationen - Tweets - interessiert ist. Ich folge dort Menschen, deren Positionen ich überhaupt nicht teile, aber über deren Neuigkeiten ich mich informieren möchte. Ein “Follow” bei Twitter ist noch viel weniger als bei Facebook & Co. ein Hinweis, dass ich mit der Person irgendwie verbunden bin, wir auf eine Weise “befreundet” sind oder ähnliches.

Deshalb ist es auch kein Zeichen von Unhöflichkeit, wenn ich nicht zurückfolge, sondern eine Frage der Timeline-Hygiene. Auf der anderen Seite ist diese Form von Twitter-Gejammere mit solch automatisierten Nachrichten eher nicht dazu geeignet, dass ich jetzt mehr Lust habe, dem Account zu folgen. Ich hoffe mal das Tool, das den Sinn von Twitter auch nicht wirklich verinnerlicht hat, ist zumindest so ordentlich programmiert, dass es jetzt nicht regelmäßig herumplärrt und mich anschreit.

In dem Fall gibt es noch eine andere Twitter-Funktion. Die nennt sich “Block” und soll ein andermal erklärt werden.

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#Twitter
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