Digitalkompetenz in Unternehmen

Es gibt Menschen, die durch Talkshows ziehen und uns erklären Fernseher Computer Smartphones würden uns verblöden lassen. Und unsere Kinder sollten um solche Geräte einen großen Bogen machen. Ich dagegen meine: Wir brauchen viel mehr Digitalkompetenz. Denn wer keine hat, der kann ganz schöne Probleme verursachen.

Was ich damit meine? Nur ein Beispiel. Unsere Kita-Leitung verschickt ab und an auch Mails an die Eltern. Ja, wirklich, es gibt eine Informationskultur jenseits des mit Tesafilm an die Türe geklebten Zettels.

Diese Mails sehen in der Regel so aus, dass sie einen Text enthalten in der Form “Sehr verehrte Eltern, anbei finden Sie eine wichtige Information der Kita. Mit freundlichen Grüßen, Name, Abspann, Blabla.“Angehängt ist eine-Worddatei im neuesten Format .docx mit dem Text: “Bitte beachten Sie: Am 10. Juni hat unsere Kita wegen einer Teamfortbildung geschlossen. Notbetreuung bietet die Kita Schlumpfhausen. Viele Grüße…” Drei Zeilen Word-Anhang an drei Zeilen Mail-Text. Man muss eigentlich kein Digital Native sein um zu erkennen, dass sich das vielleicht effizienter lösen lassen könnte.

CC: und BCC: unterscheidet mehr als ein B

Aber manchmal ist diese fehlende Digitalkompetenz auch folgenschwerer, wobei in diesem Fall für mich persönlich sehr angenehm. Nämlich dann, wenn der Bauträger, der gerade ziemlich rumzickt, den Unterschied zwischen BCC: und CC: nicht wirklich beherrscht. Denn bislang waren uns von den Miterwerbern in einem Eigentumswohungsbauprojekt gerade einmal zwei Familien durch Zufall persönlich bekannt, was eine Abstimmung zu Bauverzögerungen, Abnahmen etc. mit allen Käufern nicht erlaubte.

Dank einer eher unscheinbaren Mail mit vielen, vielen Adressen im CC: gibt es nun eine sehr aktive Facebook-Gruppe mit einem erhellenden Informationsaustausch.

Fortbildung zu Digitalkompetenz

Falls jemand beim Absender der Mail wenigstens über so viel Digitalkompetenz verfügt, um das Ergebnis begriffen zu haben, dann dürfte man sich dort jetzt ein klitzekleines Bisschen fragen, ob die Investition in Mitarbeiterfortbildung zu diesen Neuerungen des Digitalzeitalters nicht doch eine sinnvolle Investition gewesen wäre.

Und falls hier jemand der Mitlesenden einen sachdienlichen Tipp hat, ob man irgendwo feststellen kann, ob es in den vergangenen zwei Jahren im Nordosten Berlins “extreme Witterungsbedingungen” im Sinne einer Ausschlussklausel bei verzögerter Erfüllung eines Kaufvertrags für Eigentumswohnungen gegeben hat, dann freue ich mich - mit vielen anderen - darüber in den Kommentaren.

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#Bauen #Digitalkompetenz
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