andreas streim

buchstaben, wörter, sätze & mehr

Schlagwort: Smartphone

Frage nicht, was Dein Akku für Dich tun kann…

Der Akku unseres Smartphones bestimmt unser Leben. Man muss der Wahrheit doch mal ins Gesicht gehen: Man kann ohne Kleingeld aus dem Haus gehen. Wenn man den Haustürschlüssel vergessen hat, muss man halt warten, bis der nette Nachbar zurück ist, bei dem der Ersatzschlüssel deponiert ist. Und wenn man mal den Fahrzeugschein vergessen hat und in eine Polizeikontrolle kommt, dann gibt es halt eine Ermahnung. Aber wenn der Akku schlapp macht, hilft nichts mehr.

Ich finde ja, dass das Berufsbild eines Smartphone-Akku-Alchemisten oder der Studiengang Smartphone-Akku-Analytiker zumindest als Bachelor-Variante längst überfällig ist. Aber auch so gibt es ein paar Sachen, die man machen kann.

Weiterlesen

Dumm, dümmer, am dümmsten

Oh, gestern ging es bei „Hart aber fair“ darum, dass uns Smartphones blöd machen. Ich hab mir das nicht angeschaut, weil ich von dem Kronzeugen der Smartphone-Verblödung – dem Hirnforscher Manfred Spitzer, der auch dabei war – mal gelernt habe, dass Fernsehen uns fett, böse und – Überraschung – blöd macht.

Hart aber fair

Ja, das kann man schon merkwürdig finden. Erst macht uns das Fernsehen „dick, dumm, gewalttätig“ (Zitat Spitzer). Irgendwie will es nicht so recht klappen. Dann kommen Computer und dann kommt halt die Warnung, Computer machen uns… dumm. Und irgendwie hat das auch nicht geklappt, also sind es jetzt die Smartphones. Die uns doof machen. Man muss wohl Hirnforscher sein oder Programmplaner um das nicht irgendwann blöd zu finden.

Weiterlesen

Scherben bringen Ärger

Dass beim Nexus 4 das Display kaputt geht, scheint nichts Ungewöhnliches zu sein. Zumindest wenn man der Übersicht bei „Handyreparaturvergleich“ glaubt.

Handyreparaturen

Meins ist mir schon vor einer Weile gesprungen – was zum spontaten Kauf des Nexus 5 führte. Aber jetzt ist im Haushalt das Galaxy Nexus defekt (Wasserschaden, Einschaltknopf kaputt) und da lohnt sich die Investition von ca. 100 Euro in ein neues Nexus 4-Display doch wieder.

Digital Detox Region Brandenburg

Aufwändig enttechnisiserte Mark Brandenburg

Brandenburg hat es nicht leicht. Während das kleine gallische Dorf stets damit protzen kann, dass es vom großen römischen Imperium umzingelt ist und bei ihm immer was los ist (Feste! Wildschweinjagd! Abenteuer!) ist es mit Brandenburg halt doch etwas anders. Man liegt selbst groß, flach und ein bisschen leer um dieses hippe Berlin herum und kann damit protzen… naja, dass man um Berlin herum liegt. Diesem Berlin, dass selbst aus dem Pleitesein noch irgendwie was Kultiges macht (Sex! Glamour! Party!) und dem sicher irgendwann auch noch einfallen wird, dass der Pannenflughafen BER eigentlich in BRB liegt und auch so heißen sollte. Und das ansonsten diese mega-coole Start-up-Szene hat, mit Web, Mobile, Apps & dem ganzen Technikkram.

Aber, und jetzt aufgepasst, das ist auch die Chance für die landschaftlich reizvollen Landstriche von Märkisch-Oderland bis zur Prignitz, von Oberspreewald-Lausitz bis in die Untiefen der Uckermark. Denn ein neuer Trend kommt aus dem Silicon Valley herüber: Digital Detox.

Dort haben die Hippen und Coolen aus den Hightechbuden, deren Namen wir ständig in unsere Internetbrowser eintippen, die Schnauze voll von Always-on. Sie suchen die Einsamkeit der Wälder um mal richtig auszuschalten. Wichtigste Regel eines sogenannten „Digital Detox“-Camps:

keine Handys, keine Computer, Tablets oder Uhren.

Ha! In Brandenburg könnte man auf die Regeln verzichten (also vielleicht außer die mit den Uhren). Wer schon mal am Werbellinsee versucht hat, online zu gehen oder auch nur den Bekannten auf der anderen Seite seinen Standort durchzugeben, der weiß: Hier gibt’s kein Netz, hier sind alle offline im Hier und Jetzt. Ein gigantischer Standortvorteil, den die Mark nicht schon wieder verschlafen und zunichte machen darf, durch neue UMTS- und LTE-Masten und Internet bis in letzte Dorf.

Jetzt wäre die Chance, sich aus der Digitalen Agenda ausklammern zu lassen, Nein zu sagen. Hier sind wir offline, hier darf man’s sein. Bald kommen die Berliner an, zahlen viel Geld für Urlaub ohne Netz, und nutzen ihre Smartphones nur, um die Heringe auf dem Zeltplatz einzuschlagen und die Tablets, damit die Picknick-Decke nicht wegfliegt. Und bis es soweit ist, sorgen die cleveren Standortmarketingler aus Potsdam und Umgebung mit geschickter Pressearbeit für Digital-Terror in der Hauptstadt, verbreiten Angst und Schrecken vor stabilen Netzverbindungen und hohem Datendurchsatz.

Achtung! Smartphones töten (fast)!

Und auf die Autobahnschilder wird stolz gepinselt: „Digital Detox Region Brandenburg“.

Let the Kids play (and learn)

Gestern saß ich in der S-Bahn und war umgeben von vielleicht einem Dutzend 14- bis 15-jährigen Schülerinnen und Schüler, die alle ein Smartphone in der Hand hatten. ZUnächst mal nicht ungewöhnlich. Aber sie haben alle auch noch das Gleiche getan – nämlich Quizduell gespielt. Das ergab dann Dialogfetzen wie „Boah! Wusstest Du, dass die Kiwi ursprünglich aus China kommt?“ Oder „Zwei Zentimeter? Wer soll denn das wissen?“

Kurzer Realitätsabgleich: Kann man sich vorstellen, dass eine ähnliche Schülergruppe in der Bahn sitzt und sich gegenseitig aus ihrem Erdkundebuch vorliest? „Wusstest Du, dass der Amazonas der längste Fluss…“ Nee, nicht wirklich.

Was zeigt das? Mit den entsprechenden Anreizen – Stichwort: Gamification – und einer Mischung von nützlichem und unnützen Wissen (wie lange war Postar X, der mir völlig unbekannt ist, mit seiner Partnerin Y zusammen?) gelingt es, auch „echtes“ Wissen spielerich rüberzubringen. Chemie, Geschichte, Sozialkunde, Erdkunde zum Beispiel. Eigentlich müssten die Kultusministerien der Länder die Macher der App mit Fragen-Vorschlägen zuschütten oder, noch besser, gleich eine Kooperation vereinbaren. Aber das wird – natürlich – ein Wunschtraum bleiben.

Me & my Smartphone

9 von 10 Deutschen über 14 Jahre haben ein Handy. Immer öfter ist das Gerät ein Smartphone, bereits 40 Prozent der Bundesbürger ab 14 sind nicht nur telefonisch, sondern auch via Internet unterwegs erreichbar.

90% der Deutschen ab 14 haben ein Handy

90% der Deutschen ab 14 haben ein Handy

Ich muss zugeben: Ich kann mir nur noch schwer vorstellen, ohne Smartphone unterwegs zu sein. Man ist erreichbar, kann dank WhatsApp oder Hangout mal eben schnell ein süßes Foto vom Nachwuchs austauschen, hat immer Kalender und Adressbuch dabei – und die Wartezeit auf dem Bahnsteig oder im Café wird mit Twitter-Lektüre und dem aktuellen Nachrichtenstand statt der Zeitung von gestern überbrückt. Ich glaube, ich würde eher Haustürschlüssel oder Geldbeutel vergessen als mein Smartphone. Tja.

Technischer Fortschritt ist toll.

Aber was so ein rasanter technischer Fortschritt eben auch zeigt: persönliches Verhalten und gesellschaftliche Normen verändern sich nicht so schnell wie die technischen Möglichkeiten in unseren Gadgets. Und wenn man sich diesen Film anschaut, dann ist es schon irgendwie da, dieses Gefühl: wie traurig. Aber am Ende ist es wie mit jeder Sache, ob Briefmarkensammeln, Fußball oder Videospiele: zu viel ist nicht gut, zu viel ist nicht gesund.

Man muss nicht ständig aufs Display starren. Das Gerät fühlt sich in der Tasche auch ganz wohl. Nicht jedes Taddeldü oder Ping muss zu einem hecktischen Griff nach dem Handy führen. Kein Mensch schaut sich Dauervideos oder Fotoserien von ganzen Abenden nochmal an. Öfter mal „power off“ oder „silent mode“ wären doch auch ganz gute Vorsätze.

Website anno 2013

Mobiles surfen mit Smartphone und Tablet gehört inzwischen zum Alltag. Menschen versuchen sich mit diesen Geräten von unterwegs schnell mal Infos zu beschaffen, aber auch im heimischen Wohnzimmer werden die Geräte gerne benutzt um schnell mal was nachzuschauen, statt erst umständlich den PC hochzufahren.

Und trotzdem findet man immer und immer wieder solche Seiten:

image

Die sich nicht nur nicht an die Bildschirmgröße der Geräte anpassen (damit kann man ja gerade noch leben), sondern die auch für elementare Dinge wie Navigation Java oder ähnlichen Kram nutzen, der auf vielen Mobilgeräten einfach nicht vorhanden ist und/oder nicht ordentlich funktioniert.

Wer als Unternehmen eine Website hat, sollte die auch entsprechend pflegen. Hin und wieder renovieren, an neue Erfordernisse oder auch neuen Geschmack anpassen. So wie ein guter Unternehmer das auch mit seinen Verkaufsräumen, Gasträumen oder Hotelzimmern macht.

Niemand braucht ein Handy

Mein Kollege Ralf Schuler hat in seinem Blog jüngst einen kleinen Text gegen den iPad-Wahn geschrieben. Darin heißt es:

Und so stehe ich denn ratlos in der U-Bahn und frage mich: Warum fällt mir nichts ein, was ich jetzt mit einem iPad erledigen könnte? Leide ich unter digitaler Dysfunktion oder bin am Ende gar ein „lately adopter“? Was ist schiefgelaufen in meiner Kindheit, dass ich Dinge immer erst kaufe, wenn ich sie brauche und nicht auf Vorrat?

Auch wenn mich das iPad sowas von überhaupt nicht reizt und mir Apple-Produkte wegen der Apple-Geschäftspolitik immer unsympathischer werden und ich deshalb nicht erwäge, mir welche zu kaufen, muss ich da doch widersprechen. Ich habe zum Beispiel vor einer Woche die Wahl des Bundespräsidenten fast ausschließlich am Handy mit Twitter verfolgt. Den Suchbegriff „#bpw“ eingegeben und schon konnte ich in der S-Bahn, auf dem Weg zu einem hübschen Café, mal eben nebenbei im Café und auf dem Weg zurück verfolgen, wie sich die Kür hinzog. Und zu Hause das Finale im Fernsehen anschauen.

Das Tolle daran: Ich habe nicht nur die harten Fakten bekommen, sondern wurde auch unterhalten. Etwa mit Meinungen wie „Kurze Durchsage: Die kleine Linke möchte aus dem Schmollparadies abgeholt werden. #bpw“ Oder anderen originellen Beiträgen. Oder diese. So wie eine Zeitung nicht nur aus Nachrichten besteht, sondern dazwischen Reportagen, Kommentare oder Glossen stehen, so ist bei Twitter eben nicht alles nur Geplauder und auch nicht reiner Fakt. Die Mischung macht es.

Mag sein, dass man das nicht braucht, wie Ralf Schuler wohl sagen würde. Aber warum eigentlich nicht? Als es die ersten Handys zu kaufen waren, fand ich die auch prima. Von unterwegs, von überall, telefonieren? Ist doch eine feine Sache. Und da musste ich mir anhören, dass kein Mensch sowas braucht, dass das viel zu teuer ist. Etc. pp. Und heute? Fällt mir spontan niemand mehr ein, der kein Mobiltelefon hat. Außer meiner Großmutter.

So mag es sein, dass manchem in der U-Bahn nichts einfällt, was er mit einem Smartphone oder einem iPad jetzt treiben könnte. Das beduetet aber nicht, dass es Smartphone- und iPad-Besitzer ebenso geht, sie aber nur in irgendeinen Kaufrausch verfallen sind. Sondern dass sie vielleicht etwas wissen, was man selbst noch nicht weiß.

Und in zehn Jahren hat dann eigentlich jeder ein Smartphone oder was iPad-ähnliches dabei. Wetten? Außer meiner Großmutter.

© 2017 andreas streim

Theme von Anders NorénHoch ↑