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via: Medienrauschen
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Gestern wollte die Brandenburger Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) “neue Chancen” für die medizinische Versorgung auf dem Land vorstellen. Aber irgendwie war das eher kalter Kaffee. Ein bisschen wenig von einer neuen Ministerin, habe ich dazu in der “Märkischen Allgemeinen” kommentiert.
Und dann habe ich mich in der heutigen Ausgabe noch mit meinem Kollegen Ralf Schuler über den Nutzen von Facebook & Co. duelliert. Dazu gibt es ein kurzes Pro & Contra, wobei sicher noch mehr zu sagen wäre.
Als Nachtrag noch: In der Mittwoch-Ausgabe der MAZ hatte ich noch einen kurzen Text zum Google-Verizon-Deal über ein mögliches “zweites Bezahl-Internet” geschrieben. Immer schwierig (und ein bisschen unbefriedigend) in der Print-Ausgabe, wo man ja für Leser schreibt, die womöglich schon nicht so genau wissen, was das Internet ist, so etwas komplexes wie Netzneutralität darzustellen.
Die MAZ hat in einer Umfrage versucht herauszufinden, wie die Brandenburger Landtagsabgeordneten das Internet nutzen und vor allem was sie vom Web2.0 halten. Also: Wer ist auf Facebook? Wer nutzt Twitter? Sind Leute auf Xing oder Mein-VZ? Und vor allem: Warum?
Das Ergebnis hat mich etwas ernüchtert. Nicht nur, dass innerhalb von drei Wochen trotz Erinnerung nur knapp die Hälfte der Abgeordneten überhaupt auf eine solche Presseanfrage reagieren bzw. reagieren lassen zeigt zumindest, dass die elektronische Kommunikation nicht ganz weit oben angesiedelt ist.
Die Antworten der rund der Hälfte der Parlamentarierer zeigen dann, dass das Internet überwiegend als Informationsplattform mit einer eigenen Homepage genutzt wird. Information statt Kommunikation habe ich das in einer kleinen ersten Auswertung genannt.
Überwiegend heißt es doch, dieses ganze Facebook, Twitter&Co. kosten zu viel Zeit und bringen zu wenig. Erinnert mich irgendwie an dieses “Faxgerät? Wozu Faxgerät?” und “Kein Mensch braucht ein Mobiltelefon!” Ich finde das auch deshalb ein bisschen komisch, weil doch Kommunikation eigentlich die Kernaufgabe von Abgeordneten sein sollte – und für einen nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung Kommunikation rein außerhalb des Internets gar nicht mehr vorstellbar ist.
Wer schauen will, was die wenigen, der neuen Technik aufgeschlossenen Abgeordneten so zwitschern, der kann ja mal bei meiner Twitterliste “Landtagsgetwitter” vorbeischauen.
Und wer lieber auf Facebook stöbert, der kann sich hier durchklicken:
Alter, Elisabeth (SPD)
Baaske, Günter (SPD)
Kircheis, Kerstin (SPD)
Speer, Rainer (SPD)
Domres, Thomas (Linke)
Görke, Christian (Linke)
Henschke, Axel (Linke)
Jürgens, Peer (Linke)
Krause, Torsten (Linke)
Mächtig, Margitta (Linke)
Burkardt, Ludwig (CDU)
Eichelbaum, Danny (CDU)
Beyer, Gregor (FDP)
Büttner, Andreas (FDP)
Jungclaus, Michael (Grüne)
Niels, Sabine (Grüne)
Und unbedingt den Text von meiner Kollegin Marion Kaufmann dazu lesen.
Ich wollte ja schon immer mal einen Blogeintrag nur für meine Mutter schreiben, die nicht nur eine große Internetnutzerin ist, sondern auch dieses Blog regelmäßig liest.
Bis zu Facebook hat sie es zwar noch nicht geschafft, aber dieses Video ist dennoch Anlass genug, mal einen “Für Mama”-Eintrag zu schreiben.
Printed from: http://www.streim.de/tag/facebook/
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