Großbaustelle Großflughafen

Am Samstag habe ich mir ganz privaz mit Familie bei den “Publikumstagen” auf der Baustelle des neuen Flughafens Berlin Brandenburg “Willy Brandt” (BER) selbst ein Bild gemacht, wie es mit dem Zustand der Bauarbeiten aussieht. Oder es zumindest versucht.

Textlich findet sich ein bisschen was davon in diesem Artikel in der “Märkischen Allgemeinen” wieder. Mehr schreibe ich vielleicht dazu, wenn ich mal etwas Zeit und Muße habe.

Daneben habe ich noch Fotos für mich gemacht, sozusagen als Erinnerung an dieses Megaprojekt-Desaster. Ein Klick auf die Diashow führt zum Album beim empfehlenswerten Fotohoster 23hq.

A whole different line

Vor vier Jahren – Wahnsinn, wie die Zeit vergeht, habe ich hier in dem kleinen beschaulichen Blog darüber geschrieben, dass wieder jemand, mit dem ich in die selbe Klasse gegangen bin, eine CD veröffentlicht hat. Jetzt hat Natalie Merfort ihre zweite Scheibe (Platte kann man ja im CD-Zeitalter als Synonym nicht mehr sagen) aufgenommen hat. Nach “Crust of salt” heißt das neue Werk “A whole different line” und zwei Titel kann man sich auf Youtube nicht nur anhören, sondern es gibt sogar richtige Musikvideos dazu.

“Ich bin überglücklich mit solch fantastischen Musikern die Magie der Lieder eingefangen zu haben und freue mich darauf, sie vorraussichtlich Ende Juni in Händen zu halten”, schreibt mir Natalie. Und ich hoffe mal, dass sich die CD diesmal einfach(er) aus Deutschland bestellen lässt, damit ich nicht etwa bis zum 25-jährigen Abitreffen 2015 warten muss. Hallo, Amazon, liest Du hier mit?

Wenn ich mir was wünschen dürfte: Vielleicht gibt’s ja einen geheimen Bonustrack mit einem Lied auf holländisch, ich finde die Sprache nämlich einfach süß – nachdem ich mir eben nochmal das Interview zur letzten CD angehört habe.

Und wo ich das gerade schreibe kommt noch der Link zu einem dritten Titel rein:

Nie mehr Automaten, nie mehr Kleingeld

Seit gestern bin ich Touch&Travel-Nutzer. Und ich muss sagen, ich bin ziemlich begeistert. Ich nutze ja seit Jahren Smartphones und “Apps”, lange bevor Apple den Begriff in den allgemeinen Sprachgebrauch überführt hat. Aber endlich scheint die Zeit gekommen, dass die Software wirklich tut, was man von ihr erwartet – und das alltägliche Leben erleichtert.

Touch&Travel ist im Prinzip nichts anderes als der Fahrausweis für Tram, Bus, S-Bahn und Bahn auf dem Handy. Statt Kleingeld aus der Geldbörse zu fingern (das nie da ist, wenn man es braucht), sich am Automaten anzustellen (der immer von touristischen Reisegruppen belagert wird) und genau dann dran zu sein, wenn die S-Bahn schon in den Bahnhof rollt, kauft man sein Ticket bequem am eigenen Handy.

Beim Einsteigen wählt man die Haltestelle, die per GPS schon ziemlich genau vorgeschlagen wird. Und wenn man aussteigt, meldet man sich ab – das Programm berechnet dann den Fahrpreis. Fährt man mehrfach am Tag, so erkennt die Software, wenn ein Tagesticket günstiger wäre und kauft das – sozusagen rückwirkend. Eine feine Sache für Gelegenheitsfahrer und Monatskarten-Nichtbesitzer.

Ein bisschen verwirrend ist die Frage nach dem Geltungsbereich in Berlin. Während es auf der Website ausdrücklich heißt, es sei nur der Tarifbereich AB abgedeckt – was Potsdam (liegt im Bereich C) ausschließen würde – ist bei Ansicht des Streckennetzes die Brandenburger Landeshauptstadt mit dabei:

Allerdings wird sie hier in den Tarifbereich B verlegt.

Was tun? Einfach ausprobieren. Das Ergebnis ist nach dem Abmelden am S-Bahnhof Babelsberg der Hinweis, der Fahrpreis könne kurzfristig nicht berechnet werden. Das lässt Schlimmes befürchten – doch am Ende wird für die Fahrt vom S-Bahnhof Bornholmer Stra0e 3 Euro abgebucht, der Preis einer normalen ABC-Fahrkarte.

Bei der Rückfahrt melde ich mich am Bahnhof Zoo an und an der Tramhaltestelle Björnsonstraße wieder ab und es wird sofort der reguläre AB-Preis von 2,30 Euro angezeigt.

Gleich bei meinem ersten Test bin ich übrigens kontrolliert worden, in der U-Bahn. Erstmal Schrecksekunde, denn als ich die App öffnen wollte gab es natürlich keinen Netzempfang und für lange, lange Sekunden dreht sich nur der “Bitte Warten”-Kreis auf dem Display des Handys. Dann der Hinweis: “Kein Netz”. Aber den Button “Kontrolle” kann man dennoch wählen – und es wird ein neckischer QR-Code angezeigt, den der Kontrolleur dann wohl irgendwie einlesen muss. Müsste. Denn in meiner U-Bahn schaute er nur kurz und leicht irritiert auf das Handy und winkte dann lächelnd ab. Auch gut.

Was aber definitiv für die App noch fehlt: Die Möglichkeit, mehr als ein Ticket zu kaufen. Wenn wir zu zweit fahren, dann würde ich gerne einfach beide Tickets über die Touch&Travel-App kaufen, nicht nur meins. Denn so muss man ja doch wieder am Automaten anstehen, Kleingeld suchen…

Making of … Windräder in Brandenburg

Am vergangenen Donnerstag habe ich in der “Märkischen Allgemeinen” auf der Wissenschaft&Technik-Seite einen Artikel darüber veröffentlicht, wo in Brandenburg die Windräder stehen und gleichzeitig beschrieben, wie wir aus öffentlich zugänglichen Daten die Visualierung vorgenommen haben.

Der Artikel beschreibt bereits einen Großteil der Arbeit. Hier noch einmal in der Übersicht und mit etwas mehr Hintergrund:

  • Am Anfang stand die Idee: Ein Kollege hat bei Recherchen für Erneuerbare Energien festgestellt, dass der ostdeutsche Stromnetzbetreiber 50Hertz die Daten für alle nach dem EEG geförderten Anlagen zum Download bereithält. Diese unübersichtlichen Datenblätter in etwas zu verwandeln, was sich auf einen Blick wahrnehmen lässt, war das Ziel.
  • Nachdem die Daten für die Windräder in Brandenburg runtergeladen waren, mussten die Angaben für eine Geokodierung aufbereitet werden. Ein erster Versuch, die List einfach in Google Fusion Tables zu laden und dort die Berechnung durchzuführen, war wenig erfolgreich. Die Adressangaben sind für Google Maps ungeeinget, da meistens keine Straße und Hausnummer angegeben ist, sondern ein Flurstück oder vage Bezeichnungen wie “An der B105″.
  • Wir haben uns daraufhin als Ziel gesetzt, die Windräder orts- bzw. ortsteilgenau auf die Karte einzuzeichnen, also nicht den exakten Standort des Windrads zu nehmen.
  • Auch dieser zweite Versuch scheiterte in Google Fusion Tables. Der Grund: Gibt es mehrere Einträge am selben Ort, so werden diese übereinander eingezeichnet, aber nur der letzte Eintrag ist überhaupt sichtbar und lässt sich anklicken.
  • Die erste Idee war dann, mit einem kleinen Programm die Daten zu durchforsten und eine Anzahl für jeden Ort zu berechnen, also z.B. dass in Ort ABC genau 22 Windräder stehen und entsprechend unterschiedliche Marker für bestimmte Anzahlen in die Karte einzutragen. Das Programm hat die Original-CSV-Datei eingelesen, bearbeitet und die für die Darstellung notwendigen Daten in eine neue CSV-Datei geschrieben.
  • Das von mir geschriebene Programm (in Python) hat soweit funktioniert, aber leider ergab sich daraus ein Nachteil: Obwohl in den Originaldaten das Jahr der Inbetriebnahme eingetragen war, hätte man auf diese Weise nicht eine Karte zum Stand von z.B. 2005 machen können, da die Zählung ja über die Gesamtdaten gelaufen ist und der Marker damit festgelegt war.
  • Die nächste, und letztlich umgesetzte Idee war dann, die Windräder doch einzeln zu betrachten – indem jedes um eine Winzigkeit auf der Karte versetzt eingezeichnet wird. Dazu wurde das Pyhton-Programm angepasst und hat die Anlagen sternförmig um den jeweiligen Ort- bzw. Ortsteil-Kern angeordnet.
  • Für die Geokodierung wurde jetzt nicht mehr Fusion Tables selbst genutzt, sondern die Google-API aus dem Pyhton-Programm heraus. Der Vorteil: Man erhält alle möglichen Treffer und m.E. bessere Ergebnisse.
  • Mit Hilfe der Filter-Funktion in Fusion Tables kann man nun die Ausgabe auf alle Anlagen beschränken, die z.B. im Jahr 2005 schon da waren. Oder 2006. 2007. Etc. Dadurch ergibt sich eine Übersicht über die Entwicklung der Anlagen:
  • Mit der Share-Funktion von Google Fusion Tables wurde die endgültige Karte freigegeben, die dann so aussieht.
  • Weil die Daten dann bereits maschinenlesbar aufbereitet vorliegen, habe ich mit einem weiteren Programm Auswertung vorgenommen, z.B. Wie viele Windräder sind jedes Jahr hinzugekommen? Wie ist die Gesamtleistung gewachsen? Das sind wenige Zeilen Programmcode – und dank der Google Chart API lassen sich diese Ergebnisse ebenfalls mit wenigen Zeilen in kleine Grafiken übersetzen:

Neben freundlichem Feedback habe ich auch Kritik von echten Kartographen der Universität Potsdam bekommen. Zum einen würden einzelne Windanlagen fehlen (was wir noch nicht verifizieren konnten und ich mir eigentlich nicht vorstellen kann, da die Daten des Netzbetreibers eigentlich vollständig sein sollten). Zum anderen sei die Art der Visualisierung auf einer Karte problematisch. Der Nutzer würde z.B. an einem bestimmten Ort eine Windanlage suchen, nicht im Ortskern des jeweiligen Ortes (wo wir sie wegen der limitieren Adressdaten, s.o., eintragen). Der zweite Einwand ist sicherlich korrekt, aber uns ging es darum, bestimmte Muster zu zeigen und aus einem unübersichtlichen Datensatz Erkenntnisse zu gewinnen. Ich denke, das ist gelungen.

Wayback Machine

Entweder die Stellenanzeige wird so unverändert seit ein paar Jahren immer mal wieder veröffentlicht – oder da hat wer das eine oder andere Software-Update übersprungen.

Merke: Nie alte Hand- oder Einführungsbücher wegwerfen, könnte man ja mal wieder brauchen.

Auf Jobsuche bei Xing

Ich bin schon ziemlich lange bei Xing. Es ist für mich so etwas wie ein digitaler Visitenkartenkasten, der keinen Platz wegnimmt und dessen flüchtige Inhalte wie Mobilfunknummern sich automatisch aktualisieren.

Und ich lasse mir jede Woche eine Liste aller neuen Mitglieder aus Brandenburg schicken. Man will sich ja als Regionalzeitungs-Redakteur vor allem regional vernetzen.

Diese Woche sind von 38 neuen märkischen Mitglidern zehn aus einer einzigen Firma – von First Solar. Dem Solarmodulhersteller, dessen zwei Fabriken in Frankfurt (Oder) die US-Besitzer im Herbst dichtmachen. Ich hoffe, dass die Betreffenden ganz schnell einen neuen Job finden. Egal ob über Xing oder auf andere Weise.

Google. Berlin, Germany

Google hat heute in seinem neuen Berliner Büro – Unter den Linden, wo sonst – eine Studie des unternehmernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) vorgestellt, in der die “Generation Google” unter die Lupe genommen wurde. Tenor: Google hat binnen fünf Jahren 28.000 neu gegründeten Unternehmen beim Überleben geholfen. Jobs gesichert. Und damit Milliardenumsätze in der deutschen Wirtschaft entstehen lassen.

Im Detail steckt in der Studie sehr viel drin – etwa welche Dienste von den Firmen genutzt werden und dass Google nutzende Firmen innovativer sind und öfter Geld in Forschung und Entwicklung stecken als andere.

Und natürlich geht es Google mit solch einer Studie auch darum, das eigene Image – das gerade in Deutschland mit dem Makel der “Datenkrake” versehen ist – aufzupolieren.

Ich habe versucht, die Studie und die Beweggründe für eine Tageszeitung jenseits eines Fachpublikums aufzuschreiben. Der Text ist aber erst nach Mitternacht online, der Link wird nachgereicht. Der Text ist hier zu lesen.

Was es schon gibt sind ein paar Fotos aus der Google-Repräsentanz, die ich mit dem Handy geknipst habe (Android, natürlich).

Datenauswertung im Archiv

Nachdem ich meine Artikel für die “Märkische Allgemeine” seit Sommer 2001 – damals wurde unser elektronisches Archiv eingeführt – einmal zusammengefasst habe, kann man mit den Daten lustige Sachen machen. Nicht nur eine Wortwolke der meistbenutzten Ausdrücke, sondern auch eine Auswertung nach Wochentagen oder Monaten.

Demnach habe ich im August am meisten geschrieben (warum wohl?) und im September (urlaubsbedingt, traditionell) am wenigsten.

Dass ich Sonntag nichts veröffentliche ist eigentlich klar, weil die MAZ an diesem Tag nicht erscheint. Aber die Unterschiede sonst?

Vielleicht bin ich ein Mittwoch-Schreiber (für die Donnerstag-Ausgabe) oder es liegt einfach daran, dass wir an diesem Tag mit unserer Beilage “MAZ-spezial” mehr Platz haben als sonst.

So eine Auswertung ist übrigens recht simpel, wenn man die Daten erstmal digital zur Verfügung hat. Die erste Grafik entsteht zum Beispiel so: